Presseveröffentlichungen
Pressemeldung vom 22. Januar 2011:
„Im April beginnt die
Kirchenrestaurierung in Herschwiesen- Einladung zur
Mitgliederversammlung des Fördervereins am 6. Februar 2011 in
Herschwiesen
Die Geduld der fast 200
Mitglieder des Fördervereins Innenrestaurierung der Pfarrkirche
St. Pankratius und der Bürger
des Niederkirchspiels wurde auf eine lange Probe gestellt. Aber
jetzt ist es amtlich. Nachdem alle Förderzusagen zur Finanzierung
der Innenrestaurierung nunmehr vorliegen, können die Arbeiten in
der Pfarrkirche St. Pankratius endlich beginnen. Über die
geplanten Baumaßnahmen im Einzelnen wird der Vorstand unter
Vorsitz von Bürgermeister Walter Bersch die Mitglieder auf der
Jahreshauptversammlung am 6. Februar 2011, 18.00 Uhr, im
Dorfgemeinschaftshaus Herschwiesen informieren.
Voraussichtlich werden in den
ersten Apriltagen als erste Maßnahme die Bänke aus der Kirche
ausgeräumt und in ein Lager nach Buchholz gebracht. Dazu bittet
der Vorstand um tatkräftige Mithilfe. Anschließend werden die
Altäre und die Orgel „eingehaust“, d.h. gegen Staub und
Beschädigungen geschützt. Danach geht es an die Erneuerung der
veralteten elektrischen Anlagen und die Verlegung aller Kabel
unter Putz. Die Beseitigung der vielen Schadstellen im Putz wird
die nächste Arbeit sein. Wenn alle Vorarbeiten erledigt sind, kann
die eigentliche Innenrestaurierung an Wänden und Decken durch
Reinigungs-, Stuck- und Malerarbeiten erfolgen.
Vor über sieben Jahren, im
Dezember 2003, wurde der Förderverein gegründet. In dieser Zeit
haben die Mitglieder und viele Sponsoren eine bewundernswerte
Leistung vollbracht und aus eigenen Mitteln bzw. Spenden und
Veranstaltungserlösen einen Betrag von über 130.000 Euro
zusammengebracht, Dieser Eigenanteil ist eine wichtige Grundlage
für die Förderungszusagen von Bistum, Land und Stadt Boppard
gewesen. Zur weiteren Finanzierung wird unter anderem am 29.
Oktober 2011 ein Benefizkonzert der Mainzer Hofsänger in der
Niederkirchspielhalle in Oppenhausen stattfinden.
Für die Mitgliederversammlung
ist folgende Tagesordnung vorgesehen: Rechenschaftsbericht und
Entlastung des Vorstandes, Bauzeitenplan für die Restaurierung der
Kirche, Aktivitäten 2011 (Konzerte, „Adventsglüh“ u.a.m.),
Verschiedenes.
Adolf Meinung
Pressemeldung vom
17.02.2011
Innenrestaurierung von St. Pankratius kann beginnen
Vom 04. April 2011 bis zum
09. März 2012 wird voraussichtlich die Restaurierung der
Pfarrkirche St. Pankratius in Boppard-Herschwiesen dauern. Auf der
jüngsten Mitgliederversammlung des Fördervereins
Innenrestaurierung wurde dieser Terminplan vorgelegt.
Bürgermeister Dr. Walter Bersch wies als Vereinsvorsitzender
darauf hin, dass damit das wesentliche Ziel des Fördervereins
erreicht sei. Dank der außerordentlich hohen Spendenbereitschaft
der Mitglieder und Sponsoren, die selbst rund € 130.000.-
aufbrachten, kann auch die Finanzierung des auf über € 440.000.-
geschätzten Bauvolumens als sicher angesehen werden, obwohl sowohl
vom Land (€ 70.000.-) als auch von der Stadt Boppard
(€ 21.00.-) wegen
Haushaltsproblemen zur Zeit nur vorläufige Zusagen vorlägen.
Über die Reihenfolge der
Maßnahmen und die weitere Durchführung von Gottesdiensten für die
Pfarrgemeinde soll in Kürze ausführlich informiert werden.
Adolf Meinung
Pressemeldung vom
27.02.2011
Innenrestaurierung von St. Pankratius/Herschwiesen beginnt jetzt
Sieben Jahre lang haben die
Gläubigen der Pfarrei St. Pankratius in Boppard- Herschwiesen und
die Bürger des Niederkirchspiels auf diese gute Nachricht
gewartet. Jetzt geht es endlich los. Wie der stellvertretende
Vorsitzende des Verwaltungsrates der Kirchengemeinde, Dieter
Dieler, mitteilte, gilt es, „ein herrliches Kirchendenkmal aus dem
Jahre 1747 für die Nachwelt zu erhalten“. Die vom Tiroler Johannes
Neuruhr zwischen 1744 und 1747, vor rund 250 Jahren, in einer Zeit
großer Not und unter großen Opfern erbaute wunderschöne barocke
Pfarrkirche weist heute nicht nur im Inneren, sondern auch an
manchen Außenwänden deutliche Schäden auf, die eine Restauration
dringend erforderlich machen.
Schon in der Vergangenheit
wurde die Kirche mehrfach restauriert, erstmals im Jahre 1850,
danach 1927 und 1961. Bei der letzten Restaurierung wurde auch
eine intensive Holzwurmbekämpfung durchgeführt. In den 80er Jahren
wurden Vergoldungsmaßnahmen an Figuren durchgeführt. Weitere
Maßnahmen, z. B. die Turmsanierung, die Sicherung des
Glockenstuhls, eine neue
Läuteelektrik und ein neuer Außenanstrich liegen noch gar nicht so
lange zurück. Mancher wird sich noch an das u.a. von Werner
Stoffel angeregte „Turmfest“ in den Neunziger Jahren erinnern.
Unter Leitung des Koblenzer
Architekten Hans-Joachim Becker sollen die neuen Arbeiten nach
einem straffen Terminplan ausgeführt werden, damit innerhalb des
vorgegebenen Zeitplanes die Arbeiten vollendet werden können. Die
Kirche wird vom Samstag, dem 02. April 2011 nach dem „Segen des
ewigen Gebetes“, wie Pastor Walter Kanzler mitteilte, bis zum
Freitag, dem 09. März 2012 geschlossen bleiben. Die Gottesdienste
werden überwiegend nach Buchholz verlegt.
Als erste Maßnahme wird die
Kirche „ausgeräumt“, d.h. Kirchenbänke, die Kreuzwegbilder, die
„Bekrönung“ über dem Hochaltar, die Seitenaltäre, die Figuren an
Altären und Wänden und der Kanzeldeckel werden in ein
Zwischenlager verbracht. Nicht ausbaubare Teile, wie der Hochaltar
und die Orgel werden gegen Beschädigungen gesichert und
staubsicher „eingehaust“, Sie verbleiben in der Kirche. Sobald die
Kirche „leer“ ist, werden zunächst die Elektroarbeiten begonnen.
Alle Leitungen werden erneuert und teils unter Putz gelegt. Die
Elektroarbeiten sind besonders dringend, denn gelegentlich soll es
schon zu Kriechströmen in den Wänden gekommen sein. Die
vorhandenen Risse an Wänden und Decken werden dabei ebenfalls
beseitigt. Ob auch eine neue Kirchenbeleuchtung angeschafft werden
kann, wird der Verwaltungsrat noch entscheiden. Durch eine
Fachfirma wird anschließend die Kirche mit einem Fahrgerüst
ausgestattet. Erst danach, etwa ab Mitte Juni, können die
eigentlichen Restaurierungs-, d.h. Putz- und Malerarbeiten am
Deckenstuck und an den Wänden durch fachkundige Restauratoren
beginnen. Für die Malerarbeiten sind allein fast 100 Arbeitstage
vorgesehen. Die Diskussionen mit dem Landesamt für Denkmalpflege
über die zukünftige Farbgestaltung sind auch noch nicht
abgeschlossen. Zur Zeit wird noch nach dem Original-Farbzustand
aus der Bauzeit geforscht. Ein kleines Versuchsfeld über einem
Kirchenfenster im Chor zeigt schon jetzt modellhaft die mögliche,
zukünftige Farbigkeit in der Kirche an. Mitglieder des
Verwaltungsrates können sich aber auch noch eine leichte
Schattierung in den Stuckfeldern der Decke durchaus vorstellen.
Der gesamte Baufortschritt in
der Kirche soll über ein „internet- Bautagebuch St. Pankratius“
permanent dokumentiert werden. Der Verwaltungsrat hat auch
vorgeschlagen, gleich am Anfang der Bauphase in den dann leeren
Kirche ein erstes „Pankratius-Baustellenfest“ zu begehen, bei dem
man vermutlich zum ersten und einzigen Male die Kirche vollkommen
leer betrachten kann. Solche ungewöhnlichen Zwischenfeste sind
auch in der weiteren Bauphase denkbar. Natürlich findet auch am
1.Advent wieder der traditionelle Adventglüh im Pfarrhof statt,
Zurückhaltung übt man im Verwaltungsrat noch bezüglich der zu
erwartenden Gesamtkosten. Es liegt ein Kosten-Voranschlag über rd.
€ 422.000.- vor (noch ohne Architekten-Honorar). Da bei solchen
umfänglichen Baumaßnahmen in denkmalgeschützten Objekten aber auch
Überraschungen nicht ausgeschlossen sind, wird erst mit dem
Baufortschritt der gesamte finanzielle Aufwand sichtbarer werden.
Dieter Dieler ist als Finanzexperte hoffnungsvoll gestimmt, dass
auch die fest gegebenen Zusagen vom Land Rheinland-Pfalz über eine
angekündigte zweite Teilhilfe in Höhe von € 35.000.- (insgesamt €
70.000.-) und eine der Stadt Boppard über € 21.200.- bald
eingelöst werden. Die Stadt kann im Moment aus Haushaltsgründen
aber noch keine verbindlichen Zusagen für freiwillige Ausgaben
geben. Aus eigenen Mitteln stellt der Förderverein
Innenrestaurierung rd. € 130.000.- bereit, die er in sieben
Jahren, vorwiegend von den Bürgern des Niederkirchspiels selbst
gesammelt oder bei Festen eingenommen hat. Das Bistum Trier
finanziert den Löwenanteil der Bausumme in Höhe von € 196.000.-
Ziel des Verwaltungsrates ist
es, so formuliert Dieter Dieler, dass man mit „aller Kraft darauf
hinzielt, dass an Ostern 2012 die Wiederstehung der Kirche auch
eine Auferstehung des Geistes erfährt“. Pastor Walter Kanzler fügt
hinzu: „Die Renovierung der Kirche ist eine Baumaßnahme. Die
Auffrischung des christlichen Glaubens in unserer Pfarrei ist ein
Gewinn, für den man auch den Segen von oben erflehen sollte“.
Adolf Meinung
Pressemeldung vom
05.04.2011
Restaurierung von St. Pankratius in Herschwiesen hat pünktlich
begonnen „Baustellentreff“ am 16. April für Jedermann
Wer jetzt nach
Boppard-Herschwiesen kommt, erlebt die herrliche, barocke
Pfarrkirche (erbaut von 1744-1747) in einem völlig ungewohnten
Zustand, nämlich leergeräumt. Dem Blick in den weiten Raum mit
seinen vom Staub und Ruß der vergangenen fünf Jahrzehnte seit der
letzten Renovierung im Jahre 1961 bedeckten Decken und Wänden
erschließt sich vor allem die harmonische Architektur des
Barockbaumeisters Johannes Neurohr in ihrer vom hellen Licht
durchstrahlten Schönheit.
Nur die schmutzigen Konturen
an den Wänden deuten an, wo vorher die Kreuzwegstationen hingen
und Vesperbilder zur Andacht einluden oder wo die Bänke auf dem
Holzpodium standen.
Die Ausräumung der Kirche am
4. April war der Beginn der auf rund ein Jahr geschätzten
Innenrestaurierung. „Starke Männer“ hatte Dieter Dieler,
stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates, zum Ausräumen
gesucht. Mehr als ein Dutzend Männer aus dem Niederkirchspiel
waren gekommen und räumten die Kirche in wenigen Stunden
weitgehend leer. Zunächst wurde von Schreinermeister Thomas Vogt
und Mario Weber der dreieckige Windfang abgebaut und Platz an der
Tür geschaffen. Dann ging es Schlag auf Schlag und 30 barocke und
nummerierte Kirchenbänke standen vor der Kirche. Sie wurden in ein
Lager nach Buchholz gebracht. Auch der eichene Beichtstuhl ging
auf diese Reise. Kleinere Möbel und Heiligenfiguren wurden
verpackt und geschützt gelagert. Teppiche zusammengerollt und auf
den Speicher gebracht. Sogar der uralte Taufstein von 1670 aus der
Vorgängerkirche fand im Turmverließ einen ruhigen Platz.
Mit dem Abbau einzelner Teile
des Hochaltars, der Seitenaltäre und der Kanzel wird unter
Aufsicht des Restaurators in den nächsten Tagen die Räumung
fortgesetzt. Eine fachkundige Verpackung wird diese Teile gut
schützen. Auch die restlichen Teile der Altäre und die Senff-Orgel
von 1783 werden luftdicht „eingehaust“ und damit vor Staub
geschützt.
In den nächsten Wochen werden
vom Restaurator weitere Farbuntersuchungen an Decken und Wänden
angestellt, um möglichst nahe an den Zustand der „Ur-Bemalung“ von
1747 heranzukommen. Mit Zustimmung der Denkmalpfleger von Bistum
und Land soll dann die neue Ausmalung festgelegt werden. Die
Herzen der Kirchengemeinde schlagen jetzt schon eindeutig für eine
der Tiroler Heimat des Baumeisters Johannes Neurohr entsprechende
Farbgestaltung.
In einem „Internet-Tagebuch
St. Pankratius“ wird die gesamte Restaurierung dokumentiert. Somit
kann man jederzeit den aktuellen Arbeitsstand erfahren.
Den ungewohnten, leeren
Zustand der Kirche nutzt die Kirchengemeinde zu einem
„Baustellentreff“ für alle Interessenten am Samstag, dem 16. April
von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Bei Kaffee, Kuchen und Getränken kann
man sich selbst ein Bild von der Restaurierung machen und die
anwesenden Fachleute um Erklärungen bitten.
Adolf Meinung
Pressemeldung vom 27.04.2011
55 Tonnen Gerüststahl „schmücken“ die Pfarrkirche in Herschwiesen
Der von über 150 Personen
besuchte „Baustellentreff“ am 16. April in der völlig
leergeräumten Pfarrkirche war die für Jedermann vorläufig letzte
Gelegenheit, Abschied zu nehmen von der sonst in Gold und bunter
Farbenpracht glänzenden barocken Schönheit des Kleinods im
Niederkirchspiel. Der Pfarrgemeinderat und der Verwaltungsrat
hatten die Bürger und Pfarrmitglieder eingeladen, sich selbst ein
Bild von der Notwendigkeit der Restaurierung zu machen. In den
nächsten zwölf Monaten haben jetzt die Handwerker das Sagen.
Schreiner und Gerüstbauer haben ganze Arbeit geleistet. Was an den
Altären und an der Orgel nicht abgebaut werden konnte, liegt jetzt
hinter Brettern und 55 Tonnen metallenen Gerüststangen verborgen.
In den nächsten Tagen wird
Dipl.-Restaurator Thomas Lutgen seine Arbeit aufnehmen und die
ursprünglichen Farbschichten ergründen, soweit diese noch
auffindbar sind. Anschließend werden dann die Denkmalpfleger vom
Bistum und vom Land über die neue Ausmalung des Stuckdekors sowie
der Decken und Wände entscheiden.
Erst die leere Kirche machte
das Ausmaß der Schäden wirklich sichtbar. Überall an Decken und
Wänden zeigten sich teilweise sehr breite Risse, die zunächst mit
Putzmaterial verpresst
Werden und trocknen müssen,
ehe auch die neuen Elektroleitungen unter den Putz gelegt werden
können. Alle alten und unsicheren Wandleitungen wurden entfernt.
Auch über die Anschaffung neuer Lampen im Energiesparmodus wird
sich der Verwaltungsrat schnell Gedanken machen müssen. Die alten
Lampen sind nicht mehr brauchbar.
Um weitere Arbeiten bei der
Pflege und Konservierung der Holzfußböden in der Kirche und auf
dem „Mannhaus“ (Orgelempore) wird man vermutlich auch nicht
herumkommen. Der Verschleiß ist einfach zu stark sichtbar
geworden.
Pastor Walter Kanzler und sein
Stellvertreter im Verwaltungsrat, Dieter Dieler, machen sich schon
berechtigte Sorgen, dass nicht weitere, bisher unerkannte Schäden,
zu Tage treten und das ohnehin schon knappe Restaurierungsbudget
von rund € 422.000 noch weiter in die Höhe treiben können.
Was ihnen viel Mut macht, ist
die Begeisterung der Pfarrangehörigen aus dem ganzen
Niederkirchspiel. Aus Herschwiesen, Oppenhausen, Hübingen,
Windhausen und Buchholz kamen die rund zwei Dutzend freiwilligen
Helfer, die die Kirche ausräumten und denen beim Baustellentreff
für ihre Arbeit gedankt wurde. Ein stattlicher Betrag floß
zusätzlich wieder in die Spendenkasse des Fördervereins
(Spendenkonto KSK Rhein-Hunsrück 8803595, BLZ 56051790). Beim
Blick auf die Internetseiten des Vereins
www.Innenrestaurierung-Pfarrkirche-Herschwiesen.de kann man sich
auch bildlich über den Baufortschritt informieren.
Adolf Meinung
Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 22.01.2005
Barocke Kunst im Innenraum soll schon 2006 zurückkehren
Förderverein treibt Restaurierung in Pfarrkirche
Herschwiesen voran
HERSCHWIESEN. Die geplante Innenrestaurierung
der Pfarrkirche Herschwiesen wird immer konkreter. Das ist das
Fazit der Jahreshauptversammlung des vor einem Jahr gegründeten
Fördervereins "Innenrestaurierung Pfarrkirche Herschwiesen".
Der Vorsitzende Dr. Walter Bersch konnte rund 30
Mitglieder im Dorfgemeinschaftshaus Herschwiesen begrüßen, die mit
Interesse den Rechenschaftsbericht des Vorstandes zur Kenntnis
nahmen. Demnach hat der Verein zwischenzeitlich 184 Mitglieder.
Die von Lydia Kneip geführte Vereinskasse hatte zum 1. Dezember
einen Bestand von 16 741 Euro. Neben den Mitgliedsbeiträgen und
Spenden haben insbesondere die Veranstaltungen "Turmfest" und "Advents-Glüh"
die finanzielle Basis des Vereins verbreitert.
Auch für dieses Jahr hat der Verein viel vor. So
geht am Palmsonntag, 20. März, ein Benefiz-Konzert der Rheinischen
Philharmonie in der Pankratiuskirche über die Bühne. Für
Donnerstag, 7. Juli, ist ein Freiluftkonzert des Heeresmusikkorps
der Bundeswehr im Pfarrgarten geplant. Neben der Verbreiterung der
finanziellen Basis ist das eigentliche Vorhaben weiterverfolgt
worden. Ende des Jahres sind die Sicherungsarbeiten im Kirchturm
abgeschlossen worden, so dass jetzt neben dem Turm auch das
Gewölbe über dem Kirchenschiff begehbar ist.
Ein Fachgutachten hat zwischenzeitlich auch
Reste der ursprünglichen barocken Innenausmalung vorgefunden, so
dass damit die ursprüngliche von insgesamt vier Innenausmalungen
wieder rekonstruiert werden kann.
Die Versammlung kam zu dem Ergebnis, dass nach
Abschluss der Voruntersuchungen schon 2006 die eigentliche
Rekonstruierung der Innenmalerei durchgeführt werden soll. Der
Vorsitzende Dr. Walter Bersch will die Unterstützung des Landes
sicherstellen.
Rhein-Hunsrück-Zeitung vom
04.12.2004
"Adventsglüh" im Pfarrhof
Herschwiesener Förderverein hatte Adventsfest -
Treffen am 8. Dezember
HERSCHWIESEN. Die Mitglieder des im November
2003 gegründeten Fördervereins "Innenrestaurierung Pfarrkirche St.
Pankratius Herschwiesen" treffen sich am Mittwoch, 8. Dezember, um
20 Uhr zur ersten turnusmäßigen Mitgliederversammlung im
Dorfgemeinschaftshaus Herschwiesen.
Zuvor findet an diesem Tag um 19 Uhr am gleichen
Ort bereits eine Vorstandssitzung statt. Der Vorsitzende,
Bürgermeister Dr. Walter Bersch, hat zu den Sitzungen eingeladen.
Zur Mitgliederversammlung sind auch Gäste willkommen. Dem Verein
gehören zurzeit fast zweihundert Mitglieder an.
Hauptaufgabe des Vereins ist die finanzielle
Sicherstellung und Durchführung der dringend notwendigen Sanierung
der 250 Jahre alten barocken Pfarrkirche, die nach Einschätzung
der Denkmalpfleger zu den Hauptattraktionen des Vorderhunsrücks
zählt.
Für die Gesamtmaßnahme der Restaurierung, die in
mehreren Etappen ablaufen soll, werden zirka 380 000 Euro
benötigt. Mit verschiedenen Partnern laufen zur Zeit intensive
Verhandlungen über die Gewährung von Zuschüssen. Die Mitglieder
und die Bürger der Herschwiesen umgebenden Dörfer haben durch zwei
gelungene Veranstaltungen, das Turmfest im September und den "Adventsglüh"
am ersten Adventssamstag, großen Anteil an der bisher
ausgesprochen positiven Vereinsbilanz.
Beim "Adventsglüh(wein)" im Pfarrhof verweilten
zeitweise mehr als 200 gut gelaunte Gäste aus dem ganzen
Niederkirchspiel im malerischen und adventlich geschmückten
Pfarrhof. An mehreren Ständen konnten kleine Weihnachtspräsente
erworben werden, die überwiegend von der Frauengemeinschaft in
Bastelarbeit erstellt wurden.
An anderen Ständen gab es frische Backwaren,
selbstgebackene Stollen, Weihnachtsmarmeladen und verschiedene
Wurstwaren. Auch die Firmlinge, die am 9. Dezember gefirmt werden,
beteiligten sich mit einem Lebkuchen-Stand.
Bei Gulaschsuppe und heißem Glühwein, umrahmt
von den ersten vorweihnachtlichen Klängen eines hellklingenden
Trompetenspiels aus dem Fenster im ersten Stock des Pfarrhauses,
fühlten sich die Gäste sehr wohl.
Alle Nettoerlöse der Veranstaltung gehen in den
Spendentopf für die Pfarrkirche ein
Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 02.09.2004
Barocken Glanz aufpolieren
Förderverein organisiert Turmfest für die
Pfarrkirche in Herschwiesen
HERSCHWIESEN. Der erste Bauabschnitt der
Innenrestaurierung der barocken Pfarrkirche St. Pankratius in
Herschwiesen läuft auf Hochtouren. Bald sollen die
Sicherungsmaßnahmen im Glockenturm und an der Kirchendecke
abgeschlossen sein.
Das ist für den "Förderverein Innenrestaurierung
Pfarrkirche St. Pankratius Herschwiesen" Grund genug, auch einmal
zwischendurch zu feiern. Am Sonntag, 5. September, steigt zum
ersten Mal das Turmfest.
Mit großem Engagement sind die Mitglieder des
Festausschusses an diese für eine kleine Kirchengemeinde fast zu
große Aufgabe der aus bautechnischer Sicht unvermeidlich
gewordenen Restaurierung gegangen.
Über 380 000 Euro wird die Gesamtmaßnahme
kosten. Von verschiedenen Seiten sind zwar Zuschüsse zugesagt
worden, aber diese reichen bei weitem nicht aus, alles Notwendige
zu finanzieren. Dabei haben die Bürger im gesamten
Niederkirchspiel bereits ein erhebliches Spendenaufkommen
geleistet.
Mit dem Turmfest will der Förderverein jetzt
erneut auf das Anliegen der Unterstützung der Kirchenrestaurierung
aufmerksam machen und zugleich auch um weitere Spenden werben.
Mit dem Sonntagsgottesdienst um 10 Uhr fängt das
Fest an. Nach dem Gotteslob wird das Buchholzer
Mandolinenorchester zum Frühschoppen aufspielen. Am Nachmittag
spielt die einheimische Theatergruppe "Die Däkta" gegen 15.30 Uhr
auf der Pfarrwiese neben dem Haupteingang der Kirche das Stück "
Wenn die Kirchenglocken läuten". Wenn das kein gutes Omen ist!
Unter der Leitung des bekannten Heimatforschers
Werner Stoffel, Oppenhausen, werden auch wieder sachkundige
Kirchen- und Orgelführungen in der Pfarrkirche durchgeführt. Für
die Kinder sind ganz spezielle Aktionen geplant, z.B. Kisten
stapeln auf der Pfarrwiese, Kinderschminken im Gemeindehaus und
Filmvorführungen im Jugendraum.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Angeboten
werden Steaks, Würstchen, Salate, Kuchen und Gebäck . Die Erlöse
aus den Kuchenspenden, den Speisen und Getränken und letztlich
auch die Spenden für das Rahmenangebot kommen zu hundert Prozent
der Innenrestaurierung der Pfarrkirche zugute.
Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 3.01.2004
Schmuckstück schon bald in neuem Glanz?
Förderverein für katholische Pfarrkirche in
Herschwiesen gegründet - Barockbau soll nach und nach restauriert
werden - Bersch setzt auf die Bürger
Unter reger Beteiligung der Bürger von
Herschwiesen und der übrigen Ortsbezirke des Niederkirchspiels
wurde in der Niederkirchspielhalle von Oppenhausen jetzt ein
"Förderverein zur Innenrestaurierung der Katholischen Pfarrkirche
St. Pankratius, Herschwiesen" gegründet.
BOPPARD-HERSCHWIESEN. Die 1747 eingeweihte und
das Niederkirchspiel schon von weitem überragende Pfarrkirche
stellt auf dem Hunsrück ein einmaliges Bauwerk dar, das als
besonders wertvolles Kulturdenkmal Boppards in die Denkmalliste
eingetragen ist. Nach der Außenrenovierung des Ensembles aus
Kirche, Pfarrhaus, Kirchenscheune und Ringmauer in den achtziger
Jahren, soll nun die dringend notwendige Innenrestaurierung
vorgenommen werden.
1971 wurden bereits der barocke Hochaltar, die
Seitenaltäre und die teils überlebensgroßen Altarfiguren gegen
Wurmbefall geschützt und im Jahre 1989 frisch vergoldet. Durch
Spenden von Pfarrangehörigen konnten vor zwei Jahren auch die von
Herschwiesener Familien einst gespendeten Kirchenfenster
restauriert werden.
Neben dem jetzt geplanten Innenanstrich der
Kirche und der Sanierung der elektrischen Anlagen soll zugleich
auch der unzureichende Gewölbezugang gesichert werden. Über dem
barocken und ausgemalten Kirchengewölbe verläuft bisher vom Turm
aus nur ein schmaler, ungesicherter Brettersteg ohne Geländer. Bei
Dachdeckerarbeiten und Sicherungsmaßnahmen im Dachraum stellt dies
eine hochgradige Gefahrenquelle dar.
Der neue gemeinnützige Verein hat in seiner
Gründungsversammlung Bürgermeister Dr. Walter Bersch zum
Vorsitzenden des Vereins und den Herschwieser Ortsvorsteher
Reinhold Riegel zu seinem Stellvertreter gewählt. Zu
Schriftführerinnen wurden Monika Esser und Malu Nieder, zu
Schatzmeistern Lydia Kneip und Erwin Schmitt gewählt.
Beisitzer wurden Hubert Gipp, Maria Schömel,
Heinz Vogt, Dr. Karl-Heinz Rippert, Agnes Dieler und Gottfried
Liesenfeld. Kassenprüfer sind Klaus Römer und Rudolf Rosenbach.
Pressewart wurde Adolf Meinung.
Um die, von Architekt Zillinger vorläufig auf
rund 350 000 Euro geschätzten, Baukosten finanzieren zu können,
hofft Dr. Walter Bersch auf eine breite Mitwirkung der Bürger.
Neben dem Bistum Trier sollen unter anderem das
Landesamt für Denkmalpflege, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz,
der Rhein-Hunsrück-Kreis und andere Behörden um Zuschüsse zur
Restaurierung gebeten werden.