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Bisherige Instandsetzungs- und
Erhaltungsmaßnahmen:
Die Liste der bisher
vorgenommenen aufwendigsten Renovierungen und Restaurierungen im
Pfarrzentrum Herschwiesen ist lang. Wegen fehlender bzw.
unvollständiger Unterlagen wurden in der nachfolgenden Aufstellung
die wichtigsten Maßnahmen der neueren Zeit aufgeführt.
- Von einer ersten Restaurierung berichten die
Akten aus dem Jahre 1852, als die Kirche im Innern mit einem
Kostenaufwand von 199 Taler neu gestrichen wurde. Das geschah
u.a. auch auf Befürwortung des damaligen Koblenzer
Regierungspräsidenten von Schleinitz, der bei einem Besuch die
Herschwiesener Kirche als eine der schönsten weit und breit
bezeichnet hatte.
- Im Jahre 1893 wurde das Pfarrhaus neu
verputzt und im Innern renoviert. Letzteres wurde in den
Folgejahren fortgesetzt.
- In den Jahren um 1900 musste die Garten- bzw.
Ringmauer mehrfach repariert werden.
- Das Pfarrhaus wurde 1921 an der nördlichen
Giebelseite um einen Anbau aus selbst gebrannten Ziegelsteinen
erweitert, der 1989 aus denkmalpflegerischen Gründen wieder
abgerissen wurde. Die Kosten für den Anbau betrugen einige
hunderttausend Mark, wobei sich schon der beginnende Geldverfall
bemerkbar machte. Daher wurde auch ein Teil der
Arbeitsleistungen mit Naturalien abgegolten.
- Im Jahre 1927 erfolgte eine Ausmalung des
Innenraumes der Pfarrkirche. Mit weiteren Reparaturen beliefen
sich die Kosten auf rund 8.000 Mark.
- In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg häuften
sich die Aufwendungen für den Bestand des Pfarrzentrums. 1951
wurde das durch Kriegseinwirkung sehr beschädigte Kirchendach
vollständig neu gedeckt, Kosten rund 15.000 DM.
- Für die im Jahre 1942 zu Rüstungszwecken
abgegebenen zwei Glocken wurden 1951 und 1954 Ersatz beschafft.
Die beiden neuen Glocken kosteten insgesamt 13.020 DM.
- Im Jahre 1957 wurden die Kreuzwegstationen,
die der Werkstatt des bekannten Koblenzer Malers Januarius Zick
zugeschrieben werden, restauriert, ebenso wie die lebensgroßen
Figuren auf dem Hochaltar, die vom Holzwurm befallen waren.
Dabei entstanden Kosten von 6.800 Mark.
- Das Pfarrhaus erhielt im Jahre 1959 einen
neuen Außenanstrich, dafür mussten rund 8.000 Mark aufgebracht
werden.
- Auch das Äußere der Pfarrkirche bedurfte
dringend einer Außensanierung. 1960 wurde dieses Projekt
durchgeführt, die Kosten betrugen rund 24.000 Mark.
- Danach war auch im Kircheninnern eine
Restaurierung fällig. In den Jahren 1963 und 1964 wurden diese
Arbeiten vorgenommen, wobei die überstrichenen Holzteile der
Altäre freigelegt wurden. Rund 20.000 Mark waren dafür
aufzubringen.
- Im Jahre 1970 wurde in der Pfarrkirche eine
Ölheizung eingebaut, die nahezu 100.000 Mark kostete. Dabei
spendeten bis auf wenige Ausnahmen alle Familien der Pfarrei
einen Betrag von 200 Mark.
- Die aus dem Jahre 1783 stammende Orgel
versagte 1977 den Dienst. Mit einem Kostenaufwand von knapp
50.000 Mark wurde unter Verwendung einiger noch brauchbarer
Teile eine neue Orgel eingebaut.
- Wegen Holzwurmbefall mussten die großen
Holzfiguren auf dem Hochaltar in den Jahren 1979 bis 1981
restauriert werden. Es entstanden Kosten von 17.800 DM.
- Die kostspieligsten Restaurierungen im
Pfarrzentrum begannen im Jahre 1985. Zunächst erhielt die
Pfarrkirche ein neues "Außengewand". Der Putz musste vor dem
Neuanstrich größtenteils erneuert werden. Am Kirchendach und am
Turm waren erhebliche Reparaturen erforderlich, so dass sich die
Kosten auf fast 400.000 DM beliefen.
- 1988 wurde das altersschwache Pfarrhaus
grundlegend saniert. Bis auf das Fachwerkgerippe musste fast
alles erneuert werden. Entsprechend hoch waren die Kosten: Rund
300.000 Mark.
- Ökonomiegebäude ??
- Mit einem Kostenaufwand von rund 75.000 Mark
musste 1997 die Heizungsanlage der Pfarrkirche erneuert werden.
- Im Jahre 1998 wurde eine aufwendige Sanierung
des Kirchturms erforderlich. Die Kosten betrugen 133.200 Mark.
- Die Bleiverglasung der neun Kirchenfenster
war sehr schadhaft geworden. Sie wurden in den Jahren 1998 und
2001 vollständig erneuert, Kosten : ca. 70.000 Mark.
- In drei Bauabschnitten wurde in den Jahren
1982, 1997 und 2000 die schadhafte Ringmauer saniert. Die Kosten
betrugen insgesamt 210.000 Mark (122.500 Euro).
Die Aufwendungen für die
aufgeführten Restaurierungsmaßnahmen waren für die kleine
Hunsrückpfarrei Herschwiesen enorm hoch. Sie konnten nur
aufgebracht werden, weil die Pfarrangehörigen, die örtlichen
Vereine, die Bistumsverwaltung sowie die verschiedenen
öffentlichen und staatlichen Stellen zusammen ihre finanziellen
Kräfte für die Erhaltung des bedeutenden Kulturdenkmals
mobilisiert und eingesetzt haben.
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